Hanseboot 2016: Besuch bei Saffieryachts

Saffieryachts

Auf der Hanseboot 2016 durfte auch ein Besuch bei Saffier nicht fehlen.  Die Segelboote der niederländischen Familienwerft sind auf jeden Fall einen Blick wert. Die Boote von Saffier haben ein klassisches Aussehen. Sehr viel Raum wird für die Cockpits verwendet. Das schafft viel Platz zum Segeln, auch mit größerer Crew. Dieser Platz geht allerdings für die Kajüte verloren.
Unter Deck geht es deshalb sehr minimalistisch zu.

Die Saffier Segelboote gefallen mir optisch sehr gut. Die schönen Teakdecks verstärken diesen Eindruck. Laut Standpersonal handelt es sich aber gar nicht um Teak, sondern um einen speziellen Kunststoff. Der ist angeblich sogar beständig gegen Diesel und andere Chemikalien. Ich habe den Unterschied zu einem echten Teakdeck jedenfalls nicht gemerkt.

Bei der Konstruktion wurde besonders auf Einhandtauglichkeit wert gelegt.  Das äußert sich in Selbstwendefock und zum Steuermann geführter Leinen und Klemmen.
Wahlweise gibt es eine Pinnen- oder eine Radsteuerung.

Meine Freundin Nayoung war mit mir auf der Hanseboot und unterstützt mich mit Ihrer Meinung zu den Booten.

 

Saffier Se 33

 

Die Saffier Se 33 war die größte Saffier Yacht auf der Hanseboot 2016.

Etwas überrascht war ich über den Innenbereich. Ich bin schon auf einigen Schiffen in ähnlicher Größe gewesen und hatte deshalb gewisse Erwartungen.
Der Innenraum auf der Saffier Se 33 ist sehr spartanisch ausgestattet und erinnerte mich an einen Daysailer. Das ist nicht nur dem großen Cockpit geschuldet, sondern bringt durch das geringe Gewicht sicherlich auch Performance Vorteile.

Eine Toilette mit Seewasser gibt es. Diese befindet sich allerdings nicht in einem Extra Raum sondern unter der Vorschiffskoje. Dort muss man die Matratze hochklappen, um die Toilette zu benutzen. Auf meinen bisherigen Törns habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Bootstoiletten trotz gründlicher und regelmäßiger Pflege nicht immer nach Veilchen riechen. Ungern möchte ich direkt darüber schlafen.

 

Standardpreis: 123.700 € (inkl. Mwst.)
Darin enthalten sind Dacron Segel und die Yanmar Einbaumaschine.
Preis laut Angabe auf der Tafel vor Ort.

 

Nayoung:

Das Boot hat keine Küche und Kühlschrank. Es ist sehr minimalistisch und kann nur zum Segeln genutzt werden.

 

 

 

Saffier SC 6,50 m

 

Die Saffier SC 7,50m hat Pinnensteuerung und eine umgelenkte Großschot mit Klemme direkt beim Steuermann. Ich bin ein begeisterter Jollensegler und dieses direkte System gefällt mir gut.
Im Heck ist eine kleine Yanmar Einbaumaschine verbaut. Es ist also nicht notwendig mit Außenbordmotoren zu hantieren.
Unter Deck gibt es wieder eine Daysailer Kabine. Allerdings gibt es scheinbar keine Toilette, was bei dieser Bootsgröße nicht überrascht.

Standardpreis: 24.800 € (ohne Mwst!)
Darin enthalten sind Dacron Segel. Die Einbaumaschine ist in diesem Preis noch nicht enthalten.
Preis laut Angabe auf der Tafel vor Ort.

 

 

 

 

Hier ein Video von Youtube von der Saffier Sc 6,5 unter Segeln:

 

 

Saffier SC 8.0

 

Hier war eine Version mit Radsteuerung ausgestellt. Das Rad ist sehr groß und versperrt den Zugang zum Rest des Cockpits. Alle erforderlichen Leinen sind zwar zum Rudergänger geführt.
Gerade beim Anlegen kann es aber nicht schaden, wenn sich der Skipper frei bewegen kann. Ich würde eine (optional erhältliche) Pinnensteuerung bevorzugen

Die Winchen können sowohl mechanisch als auch elektrisch bedient werden. Für ein Segelboot dieser Größe finde das erwähnenswert.

 

Nayoung

Das Boot hat eine kleine Küche mit Kühlschrank. Mir gefällt die blaue Bootsfarbe, dadurch wirkt das Boot sehr hochwertig.
Eine gute Wahl für Leute die kleinere Törns segeln.

 

 

 

 

Saffier SC 8m

 

Wieder gibt es eine Pinne und einen Großschotblock in der Cockpitmitte. Die Kajüte ist etwas erhöht wodurch mehr Platz „unter Tage“ entsteht. Das flache Vordeck der anderen Saffiers ist aber leichter begehbar und sieht nach meinem Geschmack schöner aus.

 

 

 

 

Fazit

Schöne Segelboote, die ganz bestimmt auf dem Wasser viel Spaß machen. Durch die minimalistische Austattung unter Deck muss man gewisse Einschnitte im Komfort hinnehmen.
Mir gefällt die Optik mit den klassischen Linien und das Teakdeck und die Einhandtauglichkeit.

Saffieryachts war der einzige Stand auf der Hanseboot, auf dem leider keine Überziehschuhe bereitlagen. Alle Besucher mussten deshalb die Schuhe ausziehen und in Socken die Boote besichtigen. Mir gefällt das nicht, das geht besser!

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber auch das sehr freundliche und hilfsbereite Standpersonal. Es wurde viel erklärt und auch auf Details eingegangen.
Das war wirklich vorbildlich!

 

 

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Saffieryachts
Youtube Channel von Saffieryachts
Test der Saffier SC 8m von Yacht.de TV

 

2 Gedanken zu „Hanseboot 2016: Besuch bei Saffieryachts

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