Törn auf einem Katamaran in Korfu

Bei mir geht es in wenigen Tagen noch einmal nach Griechenland zum Segeln. Genauer gesagt geht es ins Ionische Meer nach Korfu.
Organisiert hat diesen Törn mein Segelbloggerfreund Markus von http://www.GetonboardBlog.de.
Außerdem kommen an noch Chrissy von http://gooseberrypictures.de, Marion von http://escape-from-reality.de Barbara von https://barbaras-reisen.blogspot.de, Julia von www.globusliebe.com und Tanja von http://reiseaufnahmen.de. Außer den Bloggern gibt es aber auch noch 2 normale Menschen an Bord.

 

Katamaran Segeln

 

Statt einer Kielyacht geht es dieses Mal auf einen Katamaran. Bisher hatte ich noch die die Gelegenheit auf einem Cat zu segeln. Damit hat mich Markus dann auch überreden können.
Der Katamaran für den Törn wird uns kostenlos vom Charterunternehmen Sunsail zur Verfügung gestellt.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Geplanter Törn auf dem Haikutter ALEXA

In den letzten Jahren bin ich auf den unterschiedlichsten Segelbooten mitgefahren. Das kleinste Bötchen war nur 3 m lang, das Größte stolze 20 m.
Die Gemeinsamkeit war allerdings, dass es sich durchweg um relativ moderne Konstruktionen aus GfK oder Aluminium gehandelt hat. Alle Boote waren als Slup getakelt, hatten also ein Großsegel und ein Vorsegel.

Mein Segelfreund Stefan hat mich kürzlich eingeladen einen Schnuppertörn auf dem Haikutter ALEXA mitzusegeln. ALEXA ist ein ehemaliges Fischereischiff von 1938 und komplett aus Holz gebaut. Der Name Haikutter wurde diesen Schiffen von anderen Fischern gegeben. Aufgrund der überragenden Geschwindigkeit konnten diese Fahrzeuge wie Haie alles wegfischen.
Die Alexa ist eine Ketsch, hat also 1,5 Masten. Mein Freund meinte, dass es an Bord keine Winchen gibt, ich bin gespannt wie das funktioniert.

In meiner Jugend habe ich sämtliche Abenteuer- und Piratenliteratur mehrfach gelesen. Wahrscheinlich ist eine Spätfolge davon, dass ich mit dem Segeln angefangen habe/anfangen musste.
Der kleine Junge in mir freut sich riesig, endlich mal auf so einem „richtigen“ Segelboot mitzusegeln. Mal keine polierte Yacht sondern ein Schiff mit Charakter und Geschichten.
Ich bin übrigens normales Crewmitglied und muss mal keine Verantwortung übernehmen. Allerdings gibt es an Bord einen Bootsmann. Das weckt in mir etwas unschöne Assoziationen. In meinen Piratenbüchern waren das immer unangenehme Antreiber die ständig auf der Suche nach faulen Matrosen waren.

Ich werde euch berichten….

 

Ein paar Bilder vom Haikutter ALEXA:

 

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Stefan veröffentlicht.

 

Mehr Infos und den Törnplan findet ihr auf der offiziellen Website vom Haikutter ALEXA:

https://www.segelvision.de

Nächstes Ziel Sportseeschifferschein

Vom SKS zum SSS

 

Vorwort

Mein höchster Schein ist momentan der SKS (Sportküstenschifferschein). Damit kann man problemlos eine Yacht fahren und bis 12 sm sogar kommerziell fahren. Letztere Option habe ich bisher noch nicht in Anspruch genommen. Den SKS habe ich im Jahre 2014 gemacht. Seitdem habe ich viel gelernt und bin mittlerweile meine ersten 3 Törns als Skipper gefahren.  In Seemeilen sind das a. 800, wobei dieses Jahr wahrscheinlich noch ein paar dazu kommen.

 

SSS Theorieprüfung in Hamburg

Ich habe mich jetzt für die Theorieprüfung zum SSS (Sportseeschifferschein) Ende November in Hamburg angemeldet. Der Unterschied zum SKS ist, dass der SSS für gewerbliche Nutzung einen deutlich größeren Bereich abdeckt (30 sm, gesamtes Mittelmeer/Ostsee etc.). Der Stoff baut auf dem SKS aus, vertieft das Wissen aber nochmal.

Meine Motivation zum Sportseeschifferschein

Warum tue ich mir das eigentlich an? Der Schein kostet wieder einiges an Geld und Zeit. Und vielleicht auch Nerven.
Meine Motivation für den SSS ist, dass ich dabei wieder viele neue Dinge lernen werde. Ich lese zwar auch ohne Prüfung viel zum Thema Segeln, durch die Prüfung ist aber doch ein anderer Lerndruck da. Momentan habe ich keine Pläne gewerblich zu Segeln, aber wer weiß was die Zukunft bringt.

 

Die SSS Theorieprüfung

Die Theorieprüfung vom Sportseeschifferschein gliedert sich in die Themenbereiche Seemannschaft, Schiffahrtsrecht, Navigation und Wetterkunde. Das ist relativ viel Stoff für eine Prüfung. Von mehreren Leuten habe ich gehört, dass es sinnvoll ist nicht alle Module zusammen abzulegen. Für mich fallen an Kosten die Fahrt nach Hamburg, die Übernachtung und die Prüfungsgebühr an.
Die Prüfungsgebühr ist unabhängig von der Anzahl der geprüften Module. Ich habe mich aufgrund dieser Fixkosten dazu entschieden alle 4 Prüfungsbereiche zu versuchen.
Wie schon beim SKS werde ich mich aus zeitlichen und finanziellen Gründen für die Theorieprüfung alleine, d. h. ohne Segelschule, vorbereiten.

 

Fazit

Ich tue mir den Stress an und lege die Prüfung für einen Schein ab, den ich momentan gar nicht brauche :-).
Die Praxisprüfung habe ich noch nicht eingeplant. Sollte die Theorie klappen, suche ich mir Anfang 2018 einen einwöchigen SSS-Törn.

 

Auf Legerwall an der Sauna

Eins Seefahrt ist auch alleine lustig

Eines schönen Sommertages im Jahre 2015, verspürte ich das Verlangen Segeln zu gehen. Trotz meiner zahlreichen SMS und Telefonanrufe fand ich spontan keinen Mitsegler. Auf Segeln verzichten kam aber auch nicht in Frage. Ich entschied mich deshalb einfach einhand, also alleine fahre. Ist ja nur eine Ixylon Jolle, das schaffe ich doch locker!

Am Cospudener See in Leipzig herrschte mittlerer Wind aus nördlicher Richtung. Das Boot sicherte ich mit einer Leine am Steg und bereitete in Ruhe meine Fahrt vor. Ruder und Schwerter absenken und das Großsegel setzen.
Direkt neben der Slipanlage befindet sich das Gebäude der Sauna im See. Wie der Name schon sagt, ist die Sauna auf Pfählen im Wasser errichtet.

 

 

 

Um meinen temporären Liegeplatz zu verlassen, kam der Weg nach Steuerbord nicht in Frage. Das Wasser ist  dort flach und der Raum ist für Manöver zu klein.

 

 

 

Einhand ablegen

 

Ich begab mich auf das Vorschiff meiner Jolle und löste die Landleine. Eigentlich hätte ich dem Boot jetzt einen Stoß geben müssen, damit sich der Bug nach links und durch den Wind bewegt. Das unterließ ich aber.
Das Boot begann sich nach dem Lösen der Leine langsam rückwärts zu bewegen. Währenddessen kletterte ich zurück ins Cockpit und übernahm das Ruder meiner stolzen Yacht. Mein Boot aber bewegte sich mit zunehmender Geschwindigkeit mit Tendenz nach Steuerbord. Zur Erinnerung: Das ist die Richtung, die ich auf jeden Fall vermeiden wollte.

 

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Zielgruppe Segler

Die verschiedenen Untergruppen der Segler

 

Heute hat mich die Frage interessiert, wer eigentlich die Segler sind. Was sind Gemeinsamkeiten, wie sieht es bei Alterstruktur und Geschlecht aus? Ich finde diese Fragestellungen sind nicht nur für Händler und Blogger interessant.

Die Zielgruppe „Segler“ in sich ist inhomogen. Es gibt eine große Anzahl Untergruppen, man könnte auch sagen Subkulturen. Diese grenzen sich gerne gegeneinander ab. Nennen könnte ich zum Beispiel die Regattasegler und auf der anderen Seite die Segler ohne jegliche Wettbewerbsambitionen. Eine weitere Differenzierung ergibt sich über die Bootsgröße. Jollensegler sind auf kleinen Booten ohne Kiel unterwegs. Bei Fahrtenseglern steht der Wettbewerb mit anderen Booten weniger im Vordergrund.  Die ARC Atlantic Rally for Cruisers beweist aber, dass es auch Fahrtensegler mit Regatta Ambitionen gibt.

Was Beruf, politische Ansichten etc. angeht, handelt es sich nach meiner Beobachtung um einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Alles ist hier vertreten. Die verbreitetete Annahme, dass Segler nicht nur im Wasser sondern auch im Geld schwimmen, kann ich nicht bestätigen. Sowohl die Segler mit der gebrauchten Jolle im Wert als auch 400 € als auch die Besitzer des Carbonracers sind Teil der Zielgruppe Segler.

Wo kommen die meisten deutschsprachigen Segler her? Wie ist die Altersverteilung? Wie ist das Verhältnis Männer zu Frauen?
Öffentliche Statistiken dazu sind mir nicht bekannt. Um diese Fragen zu beantworten, habe ich deshalb auf die Statistiken meines Blogs zurückgegriffen. Die Seite hat im Schnitt etwa 10.000 Besucher im Monat, genug Daten für diese Erhebung ergibt. In der Statistik tauchen nur die Segler auf, die sowohl im Internet präsent sind, als auch meine Website besucht haben oder auf Facebook erreicht wurden. Die Daten sind deshalb alles andere als neutral, aber die Einzigen, die ich bieten kann.

 

Verteilung der Segler nach Ländern

 

Die deutschsprachigen Segler verteilen sich wie folgt auf die Länder:

Deutschland: 85,55 %
Österreich:  6,57 %
Schweiz: 5,16 %
Sonstige: 2,72 %

 

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Der Anker und der Wasserhahn auf dem Steg

Einleitung

 

Diese Geschichte hat mir neulich ein befreundeter Skipper bei einem Bier erzählt. Es klang ziemlich plausibel, deshalb möchte ich euch den Spaß nicht vorenthalten.

Er hatte frisch seinen SBF-See in der Tasche und wollte mit ein paar Freunden im Mittelmeer segeln gehen.
Also eine Segelyacht gechartert und los. Lief auch bis zu dem folgenden Ereignis alles recht gut.

 

 

Die lustige Segelgeschichte

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Ein Neoprenanzug für die kalte Jahreszeit auf der Jolle

Schon längere Zeit trage ich mich mit dem Gedanken mir einen Neoprenanzug zuzulegen.
Das Wasser unserer umliegenden Seen hat mittlerweile schon eine unangenehm kalte Temperatur angenommen.
Da ich meine Zelte noch nicht abbrechen will, ist der Anzug nicht nur bequem, sondern auch ein wichtiger Sicherheitsaspekt:

 

Ein kalter See ist gefährlich


Zwei Segelfreunde von mir sind Anfang dieses Jahres bei kalten Wassertemperaturen auf einem Binnensee mit einer Jolle gekentert.
Das Boot ließ sich aufgrund vollgelaufener Auftriebstanks nicht mehr aufrichten. Die Beiden trugen keine Neoprenanzüge aber zum Glück Rettungswesten.
30min mussten Sie bis zur Rettung im kalten Wasser verbringen. Durch Messung im Krankenhaus wurde festgestellt, dass dadurch die Körpertemperatur schon deutlich abgesunken war. Glücklicherweise haben Sie sich wieder schnell davon erholt.
Diese Begebenheit hat auch mir noch Mal vor Augen geführt, wie schnell man auch auf einem kleinen See in lebensbedrohliche Situationen kommen kann.
Der Binnensee wirkt im Vergleich zum Meer ungefährlich. Man stirbt darin aber genauso gut!
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Mit Windstärke 4 über den Cospudener See

In den Seglerforen häufigen sich wieder die Bilder von Booten mit gelegten Masten.
Untertitelt mit „Es geht ins Winterlager“ oder „Absegeln“. Meistens reichlich mit weinenden Smilies (Sadies?) kommentiert.
Doch wir denken noch nicht ans Saisonende.

Die letzten Wochen hat uns das Wetter einige großartige Segeltage beschert.
Im Sommer hatten wir überwiegend Tage mit schwachem Wind.

Vor 2 Wochen hatte ich zusammen mit meinem Vorschoter eine sehr rasante Ausfahrt.
Wir sind das Boot oft mit viel Krängung gefahren und mehrmals dachte ich, dass wir die Ixylon umlegen.
Wie ein Wunder hat sie sich immer wieder brav zurückgedreht. Seit meiner ersten Kenterung ist die Angst vor dem Umkippen deutlich kleiner geworden.
Durch die starke Schräglage ist eine größere Menge Wasser ins Boot gekommen. Der Wasserstand lag danach bei 10 cm im Cockpit.
Die Ixylon hat aber eine clevere Einrichtung, die sich Lenzer nennt. Man kann es sich als eine Art Klappe vorstellen, die sich im Boden des Boots befindet.
Der Lenzer ist normalerweise mit einer Dichtung verschlossen und lässt sich im Bedarfsfall ausklappen. Da der Lenzers gegen die Fahrtrichtung öffnet, entsteht bei ausreichend Fahrtgeschwindigkeit ein Sog. Das Wasser wird regelrecht aus dem Boot gesaugt.
Das gesamte Wasser war nach 10 Minuten Segeln wieder komplett weg. Super!

 

 

Lenzer einer Ixylon Jolle

Lenzer einer Ixylon Jolle

 

 

Letzten Sonntag hatten wir laut Windfinder einen Wind von 14 Knoten, in Böen 18 Knoten. Auf dem ganzen See hatten die Wellen Schaum kämme, könnte also hinkommen.
Da wir auf der Santa Maria noch kein Trapez haben, wäre es mit voller Segelfläche zu heftig gewesen. Nur mit Großsegel und ohne Fock ging es deshalb aufs Wasser.
Auf der Rückfahrt mussten wir Kreuzen und hatten die Wellen dadurch schräg von vorne. Die Fahrt war dementsprechend nass, das Boot spritze das Wasser der Wellen weit ins Cockpit.
Ich brauche unbedingt eine Actioncam!

 

 

 

 

Um die Saison noch weiter auszuweiten, brauchen wir wohl bald Neoprenanzüge und Neoprenschuhe.
Ich werde berichten!

Wie uns die Mercator Kartenprojektion täuscht

Heute geht es auf meinem Segelblog um Kartenprojektionen und die Probleme die sich daraus ergeben.

Was aber ist überhaupt eine Kartenprojektion?
Unsere Erde ist ein Ellipsoid. Eine Karte ist aber im Normalfall 2 dimensional.
Mittels einer Kartenprojektion erfolgt die Umwandlung der runden Erde in eine 2D Karte.

 


Mercator Projektion

Die bekannteste Methode ist die sogenannte Mercator-Projektion.
Verwendet wird sie für Seekarten, Google Maps, Bing Maps und vielen Anderen.

Die Kugelform der Erde wird im ersten Schritt auf einen Zylinder projeziert.
Da der Umfang der Erde vom Äquator zu den Polen hin abnimmt, erfolgt eine Streckung.
Diese ist an Nord- und Südpol am größten. Man könnte auch sagen, dass diese Bereiche der Karte vergrößert werden.

 

 

aus Wikipedia. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

aus Wikipedia. Lizenz

 

 

Dieser Zylinder kann anschließend aufgetrennt werden um eine Weltkarte oder Teilkarten zu erstellen.

 

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Segeltörns 2017

Wer hat Lust nächstes Jahr auf einen Segeltörn mitzukommen?
Ich organisiere für 2017 gleich 2 Segeltörns.

 

 

Erster Törn

Zeit: Mai/2017
Dauer: 1 Woche (Samstag-Samstag)
Revier: Mittelmeer, wahrscheinlich Italien

Bei diesem Törn liegt der Fokus darauf viel Zeit zu segeln und zu lernen.
Auch ohne Segelerfahrung seid ihr gerne an Bord gesehen.
Als Co-Skipper unterstützt mich ein guter Freund, der selber mehrere Törns gesegelt ist und auch den SKS Schein hat.

 

 

Segeltörn Mittelmeer Skipper Marcus

 

 

 

Zweiter Törn

Zeit  ???, Sommer 2017
Dauer: 1 Woche (Samstag-Samstag)
Revier: Mittelmeer, Griechenland?

Dieser Törn wird ein richtiger Urlaubstörn. Am Tag ein Stop in einer Bucht zum Ankern, am Abend gemütlich durch den Hafen gehen und etwas trinken.
Natürlich wird trotzdem gesegelt und euer Einsatz ist dabei unbedingt erforderlich. Im Vergleich zum 1. Törn fahren wir eine kürzer Strecke und nehmen uns mehr Zeit für Pausen.

 

 

Segeltörn Mittelmeer Skipper Marcus

 

 

 

Allgemeine Infos

Die Größe der Boote (10-13m) richtet sich nach der Anzahl der Mitsegler (4-10).
Beide Törns sind privat organisiert und ohne die Absicht damit Gewinn zu erzielen.
Für einen Kojenplatz (in der Doppelkabine) solltet ihr ca. 500€ einplanen. Eine ganze Kabine könnt ihr auf Anfrage buchen.
Hinzu kommen Allgemeinkosten (Diesel, Essen+Getränke, Hafengebühren) die erfahrungsgemäß pro Kopf bei 150-200€ liegen.

Ihr möchtet gerne mitkommen? Dann kontaktiert mich doch einfach über Facebook und wir besprechen alle Details.

Mitsegler finden – Meine Tricks und Tipps

Ihr habt ein eigenes Segelboot aber findet keine Mitsegler? Momentan hat keiner eurer Freunde Zeit aber ihr würdet so gerne raus aufs Wasser.
Klar gibt es auch Segler die es bevorzugen alleine (Einhand) raus zu fahren.
Ich gehöre zu der Spezies, die sehr gerne mit Crew rausfahren. Geteilte Segel-Erlebnisse sind für mich sehr viel wert.
Aber welche Informationen sollten in meiner Suchanzeige drin sein und auf welchen Plattformen inseriere ich überhaupt?

 

 

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Neue Schranke an der Slipanlage am Cospudener See

Am Cospudener See wurde eine neue Schranke errichtet, die allerdings momentan noch nicht in Betrieb ist.
In Zukunft soll damit verhindert werden, dass Gäste ihre eigenen Boote kostenlos slippen.
Boot ein- und ausslippen kostet 5€ für Gäste am Pier1. Die Preisliste findet man auf der Website vom Pier 1.
Die Schranke lässt sich nur mit einem Transponder öffnen. Da ich mein Boot am Pier1 liegt, habe ich einen eigenen Transponder.
Warscheinlich haben in der Vergangenheit viele Gäste die Slipgebühr nicht bezahlt und das soll jetzt mit der neuen Schranke verhindert werden.
Ich hoffe inständig, dass ich nicht irgendwann abends mit dem Boot ankomme und die Schranke sich nicht mehr öffnen lässt. Dann wäre guter Rat teuer.

 

 

 

Meine Packliste für den Segeltörn

Einleitung

Heute geht es auf meinem Blog um das Gepäck für euren Segeltörn. In den letzten Jahren war ich auf 6 Törns versuche die gemachten Erfahrungen einzubringen.
Ich gehe hier von einem Standardtörn (1ne Woche als Crewmitglied) aus. Ich verzichte auf die Erwähnung normaler Alltagsgegenstände.
Auch Dinge die sich normalerweise an Bord befinden (Schwimmweste, Lifebelts etc.) bleiben außen vor.

 

 

Packliste für den Segeltörn

Ölzeug

Ich persönlich habe auf jedem Törn mein Ölzeug (wasserfeste Jacke + Hose) und auch hohe Segelstiefel mit.
Je nach Jahreszeit und Segelrevier. Wenn es mal kurz regnet, kann man auch ins Boot gehen. Auf der Ostsee meiner Meinung nach auch in den Sommermonaten unverzichtbar.

 

Unterwäsche + Socken

Bei einem normalen Urlaubstörn kommt ihr mit Alltagsunterwäsche gut aus. Wenn es kälter und vielleicht auch sportlicher zugeht, hat sich bei mir Funktionsunterwäsche fürs Skifahren bewährt. Unbedingt auch an dickere Socken denken. Bei kälteren Außentemperaturen werden die (meine) Füße beim sitzen schnell kalt.

 

T-Shirts

Auch hier gegebenfalls Funktionskleidung verwenden. Ich habe dafür Fahrrad/Running Shirts. Meine Running Shirts sind von einem Stadtlauf 2015 und waren deshalb auf 5€ gesenkt.

 

Pullover

Je nach persönlicher Vorliebe. Ich habe min. 2 Funktionsjacken mit um nasse Kleidung tauschen zu können.

 

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Wie ein Hand gegen Koje Törn gewaltig schiefging

Einleitung Hand gegen Koje

Unter Seglern gibt es den Begriff „Hand gegen Koje“. Damit ist in der Regel gemeint, dass man auf dem Schiff hilft und dafür sehr günstig oder sogar kostenlos mitfahren darf. Die Hilfe kann ganz unterschiedlich ausfallen. Manche Eigner benötigen handwerkliche Hilfe, einen guten Koch oder einfach einen Mitsegler für lange Strecken.

 

 

Vorgeschichte

Ende 2015 habe ich mich bei der bekannten Website https://www.handgegenkoje.de angemeldet und in meinem Profil geschrieben, dass ich auf der Suche nach Mitsegelgelegenheiten bin. Bereits nach kurzer Zeit schrieb mich ein gewisser T.* (*Name von der Redaktion geändert) an. Er schilderte mir, dass er mit seinem Segelboot bald zu einer Weltumsegelung aufbrechen möchte. Seine Idee war, dass ich ihn auf der ersten Etappe im Mittelmeer begleite. Durch abwechselnde Wachen wird es dadurch entspannter für ihn. Sein Schiff ist eine Rasmus 35 von Hallberg Rassy. Boote von „HR“ besitzen in Seglerkreisen einen guten Ruf und ich war umso gespannter endlich mal selbst auf einem dieser Kultboote zu segeln.
In den nächsten Wochen und Monaten hatte ich mit T. über E-Mail und Telefon regelmäßig Kontakt. Der Plan stand also. Anfang 2016 zeichnete sich ab, dass sich der Starttermin von T. für die Weltumseglung nach hinten verschiebt. Er bot mir an stattdessen 2 Wochen durch die Adria zu segeln. Auch gut und durch festen An-/Abreisetag mit der Bahnfahrt deutlich einfacher zu organisieren. Andernfalls muss man flexibler sein und auf alle Frühbucherrabatte verzichten. Wir legten auch gleich das an An- und Abreisedatum Anfang bis Mitte März fest. Das passte gut mit meiner geplanten beruflichen Auszeit zusammen.
2 Wochen vor der Abreise informierte mich T. per Telefon,dass „noch ein paar Kleinigkeiten auf dem Boot zu tun. Das dauert 2-3 Tage„. Kein Problem für mich, 3 Tage Arbeit und 7 Tage Segeln sind ein gutes Verhältnis und bei Hand gegen Koje geht es ja genau um diese Mithilfe. Bei der Arbeit auf einem Segelboot kann ich außerdem noch viele lernen.
Sein Segelboot lag in Cervignano del Friuli. Das liegt an der Adria ca. in der Mitte zwischen Venedig und Triest.

 

 

Es geht nach Italien

 

Nach  einer langen Fahrt von Leipzig über München und dann mit dem Nachtzug weiter nach Italien kam ich endlich in Cervignano del Friuli an.
Die Kleinstadt begrüßte mich mit einem Regen und ich musste mein schweres Gepäck (Seesack + Rucksack) 30 min durch die Stadt schleppen.
Hinter einem Areal von Industrieruinen fand ich dann auch die Sportbootwerft und T. mit seinem Boot.
Die Begrüßung war sehr nett und das Boot machte auch einen sehr gepflegten Eindruck:

Hallberg Rassy Rasmus 35

 

Das Boot

Das Boot

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Sehr niedriger Wasserstand am Cospudener See

Momentan (Juli 2016) ist der Wasserstand am Cospudener See in Leipzig ungewöhnlich niedrig.
Der Pegel hat in den letzten Wochen kontinuierlich immer weiter abgenommen.
Besonders deutlich wird das an der Slipanlage (der Ort an dem man die Boote ins Wasser fahren kann).
Seit 2012 segle ich am Cossi in Leipzig, einen so niedrigen Wasserstand habe ich bisher aber noch nicht erlebt.

 

Aktuelle Fotos

 

 

 

Alte Fotos

In meiner Bilddatenbank habe ich ein Foto aus dem Jahr 2012 von der selben Stelle gefunden.
Damals war der Steg sogar etwas überflutet. Zwischen Juli 2016 und liegen locker ein halber Meter Wasser!

 

Auswirkungen

Man muss jetzt bereits sehr tief mit dem Boot an der Sliprampe ins Wasser fahren. Sollte der Wasserstand noch weiter absinken, dann reicht die Länge des Stegs nichtmehr.
Wir sind heute im südlichen Bereich vom See (ehemaliges Vogelschutzgebiet) gesegelt. Trotzdem wir noch sehr weit vom Ufer entfernt waren, hatten wir mit den Schwertern eine Kontakt mit dem Grund :-O. Meine Santa Maria ist eine Ixylon Jolle und hat einen geringen Tiefgang. Die Kielboote müssen da noch mehr aufpassen.

Früher gab es im Cospudener See einmal eine richtige Insel. Davon ist aktuell nur noch der Inselbriefkasten über Wasser.
Rings um den Briefkasten ist das Wasser sehr flach. Ich denke stellenweise nur 20cm. Diese Bereiche werden sicher bald wieder als Insel trocken fallen.

 

Ursache

Die letzten Wochen in Leipzig waren nicht soo heiß und trocken, um diesen Wasserverlust großen zu erklären.
Ich schätze, dass der Wasserstand künstlich angepasst wird. Das ist über den Abfluss am Norstrand möglich.Vielleicht hat es auch mit dem Bau der Schleuse zum Zwenkauer See zu tun (der aber stark verzögert ist).

starker Wind, schnelle Boote und zerstörte Hosen – ein ganz normaler Sonntag auf dem Cossi

Am Sonntag gab es in Leipzig richtig viel Wind. Auch am Himmel war viel Bewegung (was ein gutes Zeichen ist, wenn man segeln möchte).
Hier mal ein Bild was ich vom Leipziger Cityhochhaus (unser höchstes Gebäude) an dem Tag gemacht habe:

Blick auf den Cospudener See vom Uniriesen aus

Blick auf den Cospudener See vom Uniriesen aus

 

Also schnell rauf aufs Boot und raus aufs Wasser. Als wir raus sind lag der Wind schätzungsweise bei einer guten Windstärke 3.
Die Geschwindigkeit der Santa Maria war demzufolge sehr respektabel. Eine erfahrene und furchtlose Mitseglerin hat mich auf der Fahrt begleitet.
Damit das Boot einigermaßen in der aufrechten Lage blieb, mussten wir mit sehr viel Bauchmuskelkater „ausreiten“.
Mit Großsegel und Ruder hatte ich hinten alle Hände voll zu tun um eine Kenterung zu vermeiden. Nach relativ kurzer Zeit gab es ein Knackgeräusch und plötzlich hingen die Füße in der Luft. Der Ausreitgurt, der unsere Beine normalerweise fixiert, damit wir nicht raus fallen, war aus der Halterung gerutscht. Glücklicherweise sind wir dabei nicht über Bord gegangen. Schnell fahren war auf dem Steuerbordbug deshalb nicht mehr möglich. Aber selbst mit verkleinerter Segelfläche war die Geschwindigkeit noch sehr gut.
Auf dem Weg zurück zum Hafen hat uns dann eine heftige Böenfront erwischt. Von einem zum anderen Moment hatte der See weiße Schaumkämme. Unser Vorsegel konnten wir gerade noch rechtzeitig wegrollen. Vorne ist die weiße Gischt vom Wind ins Boot geweht worden. Ich blieb hinten vom Wasser weitestgehend verschont.
Meine Mitseglerin hat es aber ordentlich erwischt. Es sah von hinten so aus als wäre direkt vor dem Boot ein Hydrant geplatzt.
Von meinen vielen Fahrten auf dem Cospudener See war das eine der Härtesten. Für die Ostsee ist das sicher normal, aber bei einem Binnensee recht außergewöhnlich. Bilder konnte ich leider nicht machen, da wir sonst mit Mann und Maus untergegangen wären :-O.

Im Hafen sind wir wieder gut angekommen.
Leider hatte meine Vorschoterin einige Verluste zu beklagen.
– Handverletzung mit Blut auf meinen weißen Segeln
– neue H&M Hose zerstört

 

Lessons learned

– weiterhin erste Hilfe Set zum Segeln mitnehmen
– Ausreitgurte richtig fest machen
– keine neue H&M Hose beim segeln anziehen…

 

Und

Meine Boot hat sich wieder einmal bewährt. Selbst in diesen heftigen Bedingungen bleibt die Ixylon sehr stabil und gutmütig. Bei Böen hat man genug Zeit für Gegenmaßnahmen.