{"id":6104,"date":"2024-07-28T10:09:43","date_gmt":"2024-07-28T08:09:43","guid":{"rendered":"https:\/\/skipper-marcus.de\/?p=6104"},"modified":"2024-08-17T13:59:53","modified_gmt":"2024-08-17T11:59:53","slug":"tipps-zum-aussenborder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skipper-marcus.de\/index.php\/2024\/07\/28\/tipps-zum-aussenborder\/","title":{"rendered":"Tipps zum Au\u00dfenborder"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorwort<\/h2>\n\n\n\n<p>Lange hatte ich keinen so richtigen Draht zu Au\u00dfenbordern. Meine Begegnungen beschr\u00e4nkten sich meist auf die kleinen 2,5 PS Zwiebacks\u00e4gen f\u00fcr die Dingys beim Chartert\u00f6rn. Bei der Schiffs\u00fcbergabe sprangen die bei der Demonstration durch den Techniker der Charterbasis problemlos an.<br>Wenn der Motor dann im Laufe des T\u00f6rns mal zum Einsatz kommen sollte, m\u00fchten wir uns oft extrem ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 4 Jahren habe ich nun eigene Kielboote mit Au\u00dfenbordmotor. Auf meinen vielen Fahrten habe ich einige Erfahrungen mit diesen Motoren gemacht, die ich gerne teilen m\u00f6chte. Ich bin definitiv kein Motorenexperte. Wenn der Motor nicht funktioniert, ist es aber oft gar nicht die gro\u00dfe Katastrophe, die eine Fachwerkstatt braucht.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was zu beachten ist<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kraftstoff<\/h3>\n\n\n\n<p>Von vielen Leuten wird als Kraftstoff Super Plus empfohlen. Dadurch soll es zu weniger Verschmutzungen im Vergaser kommen. Ich mache das auch so. Bei den wenigen Litern, die mein Motor pro Saison braucht, ist der Preisunterschied zu Super gering. Je nach Saison brauche ich nur 10- 15l. Da das Benzin deshalb l\u00e4ngere Zeit im Tank steht, verwende ich noch einen Benzinstabilisator von Liqui Moly. Dieses Additiv soll Alterungsprozesse im Benzin verhindern bzw. verz\u00f6gern. Ich habe gesehen, dass auch viele kommerzielle Bootsverleiher dieses Produkt f\u00fcr ihre Motorboote verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin ja &#8222;nur&#8220; auf einem Binnensee unterwegs, habe aber trotzdem immer mindestens 5l Reserve an Bord. Vielleicht muss ich ja mal wieder ein Boot in den Hafen schleppen oder ein Unwetter drau\u00dfen abwettern. Es vermeidet extra Stress in ohnehin aufregenden Situationen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tank<\/h3>\n\n\n\n<p>Selbstredend, dass ausreichend Benzin im Tank sein muss. Bei meinem Suzuki Motor reichte daf\u00fcr ein Blick in den ge\u00f6ffneten Tankdeckel. Bei meinem jetzigen Yamaha Motor ist das gar nicht so einfach zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ein Kunststoffsieb&nbsp;befindet sich im Tankeinf\u00fcllstutzen und verhindert dadurch den Blick in den Tank. Man muss deshalb f\u00fcr die Tankstandkontrolle den Motordeckel abnehmen. Im Normalfall verwende ich den internen Tank aber nicht, da ich einen externen Tank habe. <br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tankentl\u00fcftung<\/h3>\n\n\n\n<p>Egal ob interner Tank oder externer Tank: die Entl\u00fcftung muss vor Fahrantritt ge\u00f6ffnet werden. Die Tankentl\u00fcftung ist normalerweise im Tankdeckel in Form einer Plastikschraube integriert.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Externer Tank<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein externer Tank ist sehr praktisch. Bei meiner Sprinta hatte ich nur den internen 1,3l Tank den man doch h\u00e4ufig nachf\u00fcllen muss. Mein Yamaha hat einen externen 12l Tank, der sehr lange reicht. <br>Zwischen externen Tank und Motor befindet sich in der Schlauchleitung eine Pumpe in Form eines Gummiballs. Sobald man Benzin angesaugt hat, wird der anf\u00e4nglich weiche Ball hart. Fr\u00fcher hab ich vor jeder Fahrt die Ballpumpe benutzt. Das ist aber unn\u00f6tig. Im Normalfall muss man das nur machen, wenn der Tank komplett leer war, bei Neuanschluss oder zum Anfang der Saison.<br>Ein kleiner Tipp an dieser Stelle noch: Trotzdem ich mit dem externen Tank fahre, ist mein interner Tank auch gef\u00fcllt. Ich habe damit eine Notfallreserve, falls es zu Problemen kommt.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Benzinhahn<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Benzinhahn ist immer etwas knifflig zu finden. Bei meinem Suzuki Motor war der ganz hinten irgendwo. Mein Yamaha hat den Benzinhahn unter dem Quickstop. In beiden F\u00e4llen kann man den Benzinhahn nicht direkt sehen, sondern muss das nach Gef\u00fchl machen. Die richtige Stellung sollte man sich entweder merken oder gegeben falls eine Beschriftung anbringen. Bei meinem Yamaha ist ganz rechts zu, in der Mitte wird der interner Tank verwendet und links der externe Tank.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quickstop<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Quickstop muss unbedingt richtig angesteckt sein. Fragt nicht wie viele Male Startversuche bei mir fehlgeschlagen sind, weil der Quickstop nicht richtig sa\u00df. Der Plastikclip muss die beiden &#8222;Scheiben&#8220; auseinanderdr\u00fccken, sonst wird der Motor nicht z\u00fcnden. Der Quickstop muss au\u00dferdem zum Motor passen. Es gibt viele verschiedene Quickstop Varianten, es gibt keinen Standard. Ich hatte mal einen Universalquickstop mit vielleicht 10 verschiedenen Clips.<br>Ich empfehle dringend einen zweiten Quickstop in der Werkzeugkiste mitzuf\u00fchren. Falls der schwimmen geht oder aufgrund anderer Umst\u00e4nde verloren geht, ist man sonst ohne Motor.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Quickstop_Aussenborder-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Quickstop_Aussenborder-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6128\" style=\"width:505px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><br>Gasstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>Damit der Motor gut anspringt, muss etwas Gas gegeben werden. Bei den meisten Motoren ist daf\u00fcr an der Motorpinne am Gasdrehgriff eine Markierung. Dieses Symbol muss man mit einer weiteren Markierung \u00fcbereinander bringen und schon hat man die vom Motorhersteller vorgesehene Starteinstellung.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Gasstellung_Start_Aussenbordmotor-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Gasstellung_Start_Aussenbordmotor-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6127\" style=\"width:527px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><br>Gang raus<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch das klingt wahrscheinlich wieder trivial, wird aber gerne vergessen. Beim Startversuch muss in den Leerlauf geschaltet werden. Andernfalls f\u00fchlt man einen starken Widerstand beim ziehen. Mein Yamaha gibt ein unangenehmes rasselndes Ger\u00e4usch beim Anziehversuch von sich. Bei manchen Motoren ist die Leerlaufstellung gar nicht so einfach zu finden, da ist ein bisschen Gef\u00fchl gefragt.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Choke<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Choke sorgt daf\u00fcr, dass das Gemisch f\u00fcr den Startvorgang fetter ist und damit besser z\u00fcndet. Dazu muss man den Choke rausziehen. Bei warmen Motor und an hei\u00dfen Tagen ist der Choke nicht erforderlich und kann nach meiner Erfahrung sogar kontraproduktiv sein. Unbedingt sobald der Motor l\u00e4uft den Choke wieder hereinschieben. Bei gezogenem Choke kommt der Motor nicht auf Drehzahl, qualmt und s\u00e4uft nach einer Weile ab.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Choke_Aussenborder-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/skipper-marcus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Choke_Aussenborder-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6126\" style=\"width:608px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>K\u00fchlwasser<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Au\u00dfenbordmotor sollte niemals trocken getestet werden auch nicht ganz kurz. Der Gummimpeller wird sehr schnell besch\u00e4digt. Ausnahme sind Motoren mit Luftk\u00fchlung. Das sind oft die kleinen 2,5 PS Varianten.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Richtig anziehen<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Leute ziehen von Anfang an mit voller Kraft am Startzug. Das erste St\u00fcck geht leicht doch dann pl\u00f6tzlich folgt an gro\u00dfer Widerstand, der abbremst. Man verschwendet durch dieses falsche Anziehen nicht nur unn\u00f6tig Kraft, sondern kann den Seilzug sogar besch\u00e4digen. Richtig ist den Startzug so weit rauszuziehen, bis man den Widerstand des Motors sp\u00fcrt. Jetzt mit einer Art einarmiger Ruderbewegung den Motor anziehen. Dabei unbedingt darauf achten, dass hinter dem Startenden alles frei ist. Gerade in kleinen Booten wie Dingys schl\u00e4gt man sich dabei gerne gegenseitig.<br>Falls der Motor nicht nach den ersten 4 Versuchen anspringt, ist irgendetwas nicht in Ordnung. Zuviele Startversuche bergen das Risiko den Motor im Benzin zu ertr\u00e4nken. Also lieber kurz innehalten und die vorher angesprochenen Punkte kontrollieren.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bordwerkzeug<\/h3>\n\n\n\n<p>Speziell f\u00fcr den Motor habe ich immer einen Kerzenstecker und eine neue Ersatzkerze an Bord. Wenn der Motor wirklich mal &#8222;abgesoffen&#8220; ist, kann ich damit die Kerze herrausschrauben und trocknen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">regelm\u00e4\u00dfige Wartung<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich bringe meinen Motor immer im Winter zu einem Fachmann zur Wartung. Dabei wird das \u00d6l im Getriebe und im Saildrive getauscht, die Kerze gegeben falls erneuert und alles durchgesehen. Es kostet nicht die Welt und erspart mir viel Stress und \u00c4rger in der Saison. Wenn der Motor in einer ungl\u00fccklichen Situation im Hafen ausf\u00e4llt werden aus den gesparten 100\u20ac f\u00fcr die Wartung mal schnell 1.000 \u20ac Lackschaden.<br>Die Wartung kann man nat\u00fcrlich auch selber erledigen. Mir fehlt da der Platz und das Knowhow.<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Nachbereitung nach dem Start<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich stoppe meinen Motor immer mit Druck auf die rote Taste, an welcher der Quickstop angebracht ist. Man kann den Motor auch mit dem Quickstop stoppen. Bei mir im Einbauschacht ist das aber ein ganz sch\u00f6nes Gefummel, bis der Quickstop wieder richtig sitzt. <br>Nach dem Motorstop bereite ich den Motor direkt f\u00fcr einen neuen Start vor. Das hei\u00dft Gas auf Start, Gang raus und Choke herausziehen. Falls ich den Motor schnell ben\u00f6tige z.b. weil ich mich irgendwo verkalkuliert habe, spart mir das wichtige Sekunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort Lange hatte ich keinen so richtigen Draht zu Au\u00dfenbordern. Meine Begegnungen beschr\u00e4nkten sich meist auf die kleinen 2,5 PS Zwiebacks\u00e4gen f\u00fcr die Dingys beim Chartert\u00f6rn. 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